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Diesel: Förderrichtlinien zur Nachrüstung von leichten und schweren Handwerks- und Lieferfahrzeugen

Viele Handwerker und Lieferunternehmen setzen wegen des niedrigen Verbrauchs und der Langstreckeneffizienz auf Dieselmotoren in ihrem Fuhrpark. Allerdings sind gerade diese von den bereits bestehenden und drohenden Dieselfahrverboten in Städten bedroht.
Mit Hardware-Nachrüstungen für die Abgassysteme könnten diese Fahrverbote umgangen werden, sind jedoch sehr kostspielig. Dementsprechend stellt der Bund ab dem 01. Januar 2019 Fördergelder in Höhe von 330 Millionen Euro zur Verfügung, um Unternehmen bei der Umrüstung zu unterstützen.

 

Wer ist Förderberechtigt?

Förderberechtigt sind Fahrzeughalter mit gewerblich genutzten Fahrzeugen der Klassen N1 und N2 mit einer zulässigen Gesamtmasse von 2,8 t bis 7,5 t (Euro I, II, III, IV, V und EEV),

  • deren Firmensitz in einer der Städte liegt, die von Grenzwertüberschreitungen betroffen sind,
  • oder deren Firmensitz in einem angrenzenden Landkreis liegt,
  • oder deren Unternehmen nennenswerte Aufträge in einer solchen Stadt hat (25% oder mehr der Aufträge pro Jahr bzw. 25% oder mehr des Umsatzes).

Außerdem muss für das Nachrüstsystem eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Kraftfahrt-Bundesamtes vorliegen, die bescheinigt, dass der Stickoxidausstoß auch im Realbetrieb um 85% reduziert werden kann.
Für Rheinland-Pfalz weist die Förderrichtlinie die Städte Mainz und Ludwigshafen als besonders belastete Städte aus.

 

Wie hoch ist die Förderung?

Die Kosten für eine Hardware-Nachrüstung werden laut Bundesverkehrsministerium bei leichten Handwerk- und Lieferfahrzeugen auf 4.000 € bis 8.000 € pro Fahrzeug und auf 6.000 € bis 12.000 € bei schweren Fahrzeugen prognostiziert.


Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Unternehmensgröße, so erhalten

  • kleine Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) 60% der Umrüstungskosten,
  • mittlere Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) 50% der Umrüstungskosten,
  • große Unternehmen (250 oder mehr Beschäftigte) 40% der Umrüstungskosten.

Der Förderhöchstbetrag pro Fahrzeug beläuft sich auf 5.000 € bei Antragsstellung bis zum 31. Mai 2019 und auf 4.000 € bei Antragsstellung ab dem 01. Juni 2019.

Das Förderprogramm ist gültig bis zum 31. Dezember 2020.


Wie läuft das Verfahren?

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme ist die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) als Projektträger beauftragt.
Anträge müssen in schriftlicher Form mit Angabe der umzurüstenden Fahrzeuge und deren Schadstoffklasse bei der BAV eingereicht werden:

Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen
Referat II.2
Schloßplatz 9
26603 Aurich

Die Antragsunterlagen sind unter den Förderprogrammen auf der Homepage der BAV hinterlegt.

Eingereichte Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs der vollständigen Unterlagen bearbeitet. Eventuelle Nachträge müssen innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Ein Versäumnis kann zur Ablehnung des Antrages führen.

Nach Abschluss der Hardware-Nachrüstung muss diese in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) dokumentiert werden. Eine Kopie ist dem Verwendungsnachweis beizulegen und der BAV zur Überprüfung zu übersenden.


Weitere Informationen, Hilfestellungen bei der Antragsstellung und Kontaktmöglichkeiten finden sie hier auf der Internetseite der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen.

 

 

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