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Informationen zur Veranstaltung: Heizen im Hochwassergebiet

Am Dienstag, den 17. August (Kordel) sowie am Mittwoch, den 18. August (Langsur) fanden zwei Veranstaltungen seitens der Verbandsgemeinde Trier-Land und der Wirtschaftsförderung im Landkreis Trier-Saarburg GmbH statt, in welchen das Thema Heizen nach dem Hochwassergebiet besprochen wurde.  Innerhalb der Veranstaltungen gaben Experten der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Heizungsbauer-Innung sowie der Schornsteinfeger-Innung fachkundige Ratschläge, um den Betroffenen Beihilfe zu leisten.

Vor allem die Zerstörung der Heizungsanlage treibt derzeit vom Hochwasser betroffene Hausbesitzer*innen um. Viele stellen sich die Frage, wie sie angesichts fehlender Facharbeiter und knapper Materialien bis zum Beginn von Herbst und Winter zu einer funktionierenden Heizung kommen können. Was ist bei der Beschaffung zu beachten? Welche gesetzlichen Regelungen gelten? Ist die alte Heizungsanlage vielleicht doch noch zu retten, wenn auch nur provisorisch? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Hilfestellung und Beratung rund um die Wiederherstellung der Wärmeversorgung bietet die Energieagentur Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem SHK Fachverband Rheinland-Rheinhessen und der Pfalz, den Schornsteinfeger-Innungen, den Handwerkskammern, den Kommunalen Spitzenverbänden und der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Die Verbandsgemeinde Trier-Land hatte in Kooperation mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Wirtschaftsförderung im Landkreis Trier-Saarburg GmbH zu Informationsveranstaltungen in Kordel und in Langsur eingeladen. Im Mittelpunkt stand der Gedanke, den vom Hochwasser Betroffenen praxisnahe und pragmatische Lösungsvorschläge für eine möglichst zeitnah umzusetzende Wärmeversorgung an die Hand zu geben. Vor Ort standen Vertreter der Innungen und der Energieagentur den Ratsuchenden Rede und Antwort. Michael Holstein und Landrat Günther Schartz betonten die Dringlichkeit des Themas, da vor der einsetzenden Heizperiode in vielen Haushalten eine Lösung gefunden werden müsse. Beide bekräftigten, dass die Verwaltungen wo möglich  unterstützend zur Seite stehen würden.

Michael Hauer, Geschäftsführer der Energieagentur, wies eingangs darauf hin, dass es keine einheitliche Lösung geben könne. Für individuelle Bedarfe gebe es individuelle Lösungen. Für diese Bedarfsermittlung wurde ein Fragebogen erstellt, den Betroffene sich auf der Homepage der Verbandsgemeinde herunterladen können sowie bei den Ortsbürgermeistern der Ortsgemeinden Kordel, Langsur und Ralingen erhältlich ist.

Michael Baro, Sanitär-Heizung-Klima-Innung, betonte, dass es aufgrund der hohen Auslastung des Handwerks und der Materialknappheit notwendig sein könnte, zunächst provisorische Lösungen ins Auge zu fassen. Auf alle Fälle sei eine Erstberatung durch den zuständigen Schornsteinfeger und durch den betreuenden Heizungsbauer sinnvoll. Eine Einschätzung, die Obermeister Klaus Kwiatkowski, Schornsteinfeger-Innung, unterstrich. Weiter gab er zu bedenken, dass jetzt unter Umständen Gelegenheit wäre, eine ganz neue Alternative zu Ölheizungen zu überdenken. Müsse der Estrich entfernt werden, könne man auch unabhängig vom Energieträger eine Flächenheizung verlegen, so Kwiatkowski. Eindringlich warnte Baro zum Abschluss vor der Nutzung von Gaskatalyt-Heizgeräten in geschlossenen Räumen. Neben der gesundheitlichen Gefährdung bestehe auch akute Brandgefahr.

Sehr interessiert verfolgten die Bürger*innen die Ausführungen von Stefan Beyer, Energieberatung RLP, zu den unterschiedlichen Zuschuss- und Kreditprogrammen.

Weitere Informationen unter:

Energieagentur Rheinland-Pfalz

In einem ersten Schritt wurde vor Ort individuell mit Betroffenen geredet sowie Fragebögen zur Schadensaufnahme ausgefüllt. Dieses Beratungsangebot können Sie auch im Nachgang jederzeit in Anspruch nehmen. Infos dazu:

Fragebogen

Übersicht über den Ablauf der Beratung

 

Nach der Veranstaltung gab auch das für die Förderungen von Heizungssystemen zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Erleichterungen für die Hochwassergebiete bekannt. Alle Infos des Bundesamtes (BAFA): BAFA

Inzwischen ist auch eine Sonderregelung beim Programm der KFW für die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Flutopfer in Kraft getreten: KFW

Sind Sie Betroffene*r und haben weitere Fragen zur Veranstaltung "Heizen im Hochwassergebiet", melden Sie sich gerne bei Ihrem Ortsbürgermeister, der Verbandsgemeinde Trier-Land oder direkt bei der Wirtschaftsförderung im Landkreis Trier-Saarburg GmbH.

 

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